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Jörg-Uwe Argo

Geschäftsführer Gingco.net

Wo geht es hin? Regional, national, global. Bleiben Marken individuelle und nationale Gestaltungs-, Marken- und Kommunikationscodes, verstärken sie sich gar und werden zu Identitäten in einer von Megabrands diktierten Welt? Werden Marken zu Ankern, zu Nationalflaggen und Familienwappen einer globalisierten Gesellschaft?

Welchen Einfluß haben diese Fragen auf regionale und nationale Gestaltungskulturen? Lionel – lern sprechen, wir lauschen gespannt.

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Berit Andronis

Dozentin Mediengestaltung

Ostfalia Hochschule

Design und somit kreatives Handeln bedeutet, dass man sich in Handlungsfeldern bewegt, die aus komplexen und dynamischen Abläufen bestehen. Komplex deshalb, weil es viele Beschreibungen braucht, um die jeweilige Situation darzustellen. Dynamisch, weil sich die Gefüge und damit die abzuleitenden Aufgaben in einem immer schnelleren Takt verändern.

Unter diesen Bedingungen ist es nicht mehr ausreichend, Problemstellungen nach gelernten Schemen zu lösen und unsere Erfahrung logisch konsequent zu übertragen. Das bedeutet, dass es darum geht, flexibel im Denken zu sein und vielfältige Problemlösungen anzustreben, d. h. das kreative Denken zu trainieren, um somit angemessen zu gestalten. Design bedeutet, etwas zu kreieren, was besonders, funktionell und formal attraktiv und somit wertvoll ist. Das generierte Produkt ist von der Beurteilung anderer Personen abhängig, es ist ein Konsens erforderlich. Berit Andronis, Dozentin in der Mediengestaltung.

 

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Martina Glomb

Lehrgebiet Mode

Hochschule Hannover

Die Wurzeln ihrer Leidenschaft fürs Modeschöpfen liegen in Martina Glombs Kindheit: Ihr Vater war Maßschneider, ihre Mutter Zeichnerin. „Die wichtigste Entscheidung meines Lebens“ nennt die gebürtige Bremerin ihren Entschluss, eine Schneiderlehre zu beginnen. Anschließend studierte sie in Bremen Kunst. Vieles, was sie heute an ihre Studentinnen weitergibt, hat Glomb bei ihrem großen Vorbild, der britischen Modeschöpferin und Punkikone Vivienne Westwood, gelernt. „Ich war ein Punk“, erklärt sie ihre Faszination für Westwood. Der Performance-Gedanke habe sie sehr geprägt und noch immer provoziere sie gerne. Glomb und Westwood verbindet noch immer eine enge Freundschaft und dem Stil ihrer Freundin ist die Professorin treu geblieben: „Ich trage nur Westwood oder Arbeiten meiner Studentinnen.“

Klaus Bischoff, Leiter Volkswagen Design


Klaus Bischoff

Designchef Marke Volkswagen

Als Designchef der Marke Volkswagen verantwortet Klaus Bischoff die Designentwicklung sämtlicher Serienfahrzeuge, der Concept Cars und der Nutzfahrzeuge. Mit seinem Team von mehr als 750 Experten aus 30 Nationen entwickelt er in einem kreativen Netzwerk an weltweit sieben Standorten Mobilitätskonzepte für die Anforderungen von morgen. Dabei stellen regionale Märkte mit ihren kulturellen Einflüssen, ein sich wandelndes Nutzerverhalten, sowie digitale Mobilitätstechnologien die spannenden Herausforderungen an das Design der Zukunft. „Mobilität neu denken“ ist für ihn die Devise. Neben grundlegender Konzeptarbeit liebt Klaus Bischoff die intensive Auseinandersetzung mit dem skulpturalen Fahrzeugkörper: Hier entwickelte er mit seinem Team eine neue Designsprache, die durch Logik, Präzision und hohe Emotionalität den aktuellen Modellen eine neue Sinnlichkeit verleiht.

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Prof. Eberhard Högerle

Lehrgebeit Corporate Design/Identity

Hochschule Harz

Grafik-Designer mit Schwerpunkt auf Ausstellungsdesign, Typo und Illustration. Fasziniert und forschend an visuellen Ausdrucksformen unterschiedlicher Bild- und Werbe-Kulturen. Neugierig auf regionale grafische Dialekte. Papierfanatiker ohne Scheu vor digitalen Oberflächen. Gespannt auf die gesamte Bandbreite und Qualität der LIONEL‘S.

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Prof. Daniel Ackermann

Multimediale Schnittstellen & Interaktive Medien

Hochschule Harz

Was kann man an einer Kunsthochschule lernen? Ideen denken und umsetzen. Die Auseinandersetzung mit Interaktionsgestaltung, Industriedesign sowie multisensuellem Design haben Daniel Ackermann geprägt. Die Themen seiner Aufträge und Forschungen finden sich in Bereichen wie der Mensch-Computer-Interaktion oder des virtuellen 3D-Raumes. Damit positioniert sich Prof. Ackermann zwischen Design und Informatik.

Bereits im Grundstudium hat er Design-und Technikaufträge wie zum Beispiel für Analytik Jena oder Multicar betreut. Heute ist er in der Konzeption und Produktion marketingrelevanter Darstellungen tätig, auch wenn die Arbeit an der Hochschule wenig Zeit für „unternehmerische Ausflüge“ zuläßt. Nach dem Hochschulabschluß war er hybrid an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein als Assistent, an der Martin Luther Universität als Lehrbeauftragter sowie selbstständig in der eigenen Firma tätig. Daniel Ackermann fühlt sich wohl mit multimedialen Schnittstellen & interaktiven Medien

 

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Bernd-Gerald Molke

Geschäftsführer Pure Perfection

Marke – Mensch – Erlebnis. Marke steht für die Botschaft, die wir mit Live-Kommunikation erlebbar machen. Unser Ziel ist es, das Markenprofil unserer Kunden perfekt zu inszenieren. Dazu schaffen wir zielgenaue Konzepte, die wir mit viel Gespür für die wichtigen Details Realität werden lassen. Der Mensch steht für uns im Mittelpunkt. Wünsche und Ideen, sowohl der Gäste als auch unserer Kunden, lesen wir bei Pure Perfection von den Augen ab. Mit dem Erlebnis verbinden wir kreative Inszenierungen auf höchstem Niveau. Unsere Erlebniswelten sind faszinierende Ereignisse, die „Mensch“ und „Marke“ zusammenführen.

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Veronika Classen

Geschäftsführerin reinsclassen

Ich habe Kunstgeschichte und Theater-, Film-, Fernsehwissenschaften studiert. In Köln und Bonn. Wollte dann selbst etwas schaffen. Also auf nach Braunschweig: Grafik-Design an der HBK. Das war intensiv und gut: Dank der professionellen Ausrichtung von Prof. Bremeier. Ich habe ihm alles zu verdanken – dass der Sprung in die Berufswelt kein Kultur-Schock war, sondern bestens vorbereitet. Dann bin ich raus gegangen in die Welt. In den Journalismus. In die Werbung. Nach Offenburg, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt. Nach New York, Chicago, London. Und überall hin, wo wir Filme gedreht und Print-Shootings gemacht haben. Konnte dadurch fast die ganze Welt sehen. Jetzt arbeite ich in der eigenen Agentur. In Hamburg und Baden-Baden. Schreibe Bücher, habe die Texterschmiede in Hamburg mitbegründet, gebe meine Erfahrungen gerne weiter. Das Murmeltier hat nie gegrüßt. Jeder Tag ist neu. Was will man mehr? Veronika Classen, Diplom 1981.